A
Adaption
Anpassung
eines Texts an einen anderen Zweck oder eine andere Region bzw. ein anderes
Land als jene, für die er verfasst wurde. Die Adaption einer Übersetzung
wird entweder direkt vom Übersetzer, in den meisten Fällen jedoch von
z.B. einem Lektor oder Werbetexter durchgeführt.
Alignment
Vorgang,
der darin besteht einen Ausgangstext, Segment
für Segment, mit einem entsprechenden Zieltext als Äquivalente zu paaren.
Die so entstehende Äquivalenztabelle wird in der Folge als Übersetzungsspeicher
(Translation
Memory) genutzt.
Durch das Alignment können Übersetzungen genutzt werden, die zuvor ohne
Computerhilfe übersetzt wurden.
Alignmentvorgänge, die mit Hilfe von Computerprogrammen ausgeführt werden,
bedürfen jedoch immer noch entscheidender manueller Eingriffe.
Analyse des Ausgangstextes
Vorübersetzungsarbeit,
die darauf zielt,
die qualitativen und quantitativen Eigenschaften des Ausgangstextes zu
ermitteln. Die Analyse des Ausgangstextes bestimmt in erster Linie die
erforderlichen Vorgehensweisen und Hilfsmittel zur Übersetzung, um die
Bearbeitung von umfangreichen Projekten zu optimieren.
Die Analyse gestattet u.a. Listen mit Termini und Kollokationen und deren
Häufigkeit zu extrahieren, Listen zu erstellen, mit Termini, die sich
noch in keinem gegebenen Wörterbuch finden, einen Terminus in seinen verschiedenen
Kontexten (Konkordanz)
zu analysieren, die Wiederholungshäufigkeit
zu bestimmen, die terminologische und phraseologische Konsistenz
zu überprüfen oder auch ein provisorisches Wörterbuch zu bilden.
A-Sprache
Mutter-
bzw. Bildungssprache eines Übersetzers (vgl. B-Sprache
und C-Sprache).
automatische
Erkennung
Technik,
die einem elektronischen
Wörterbuch in Verbindung mit einer übersetzungsunterstützenden Software
erlaubt, Ausdrücke in einem zu übersetzenden Text zu erkennen und ein
Äquivalent in der Zielsprache vorzuschlagen (falls das Wörterbuch diese
Ausdrücke enthält).
Im Rahmen technischer Übersetzungen garantiert diese Funktion die terminologische
Konsistenz im ganzen Text.
[nach oben]
B
B-Sprache
Weitere
Sprache eines Übersetzers neben dessen Muttersprache
( A-Sprache) in die und/oder aus der
übersetzt wird (vgl. auch C-Sprache).
C
C-Sprache
Weitere
Sprache eines Übersetzers neben dessen A-Sprache
(Muttersprache) und B-Sprache,
die der Übersetzer nur ausreichend beherrscht, um aus ihr zu übersetzen.
Computerlinguistik
Analyse
und Verarbeitung von natürlichen Sprachen mithilfe von Datenverarbeitungsprozessen.
Dieser Fachbereich beschäftigt sich auch mit der Erzeugung von Übersetzungsprogrammen,
Programmen zur Rechtschreib- und Grammatikkorrektur sowie von Indexierungsprozessen,
welche die Suche im Internet erleichtern sollen.
[nach oben]
computerunterstützte
Übersetzung
Anwendung
einer übersetzungsunterstützenden Software, die den Übersetzer sowohl
bezüglich der Kohärenz (Konsistenz)
seiner Arbeit als auch bei der Geschwindigkeit unterstützt.
Die wichtigsten Anwendungen umschließen einerseits die Überwachung der
spezifischen Terminologie des Fachgebietes und andererseits die Übersetzungsspeicher
(Translation Memory).
Sie helfen, die Arbeitslast des Übersetzers zu reduzieren und einen durchgängigen
Stil sicherzustellen. Bereits übersetzte Satzpaare (Ausgangs- und Zielsprache)
werden dabei in einer Datenbank gespeichert.
Kommt beim Übersetzen ein Satz vor, der einem bereits früher übersetzten
ähnlich oder identisch ist, dann wird er als mögliche Übersetzung vorgeschlagen.
Der Übersetzer hat dann die Möglichkeit, den Satz anzunehmen, zu bearbeiten
oder abzulehnen.
D
DIN 2345 - Übersetzungsaufträge
Die DIN-Norm 2345 befasst sich mit Themenbereichen wie Ablauforganisation
(u.a. Vereinbarungen zwischen Auftraggeber und Übersetzer, Unterstützung
durch den Auftraggeber, vorgangsbegleitende Dokumentation), Ausgangs-/Zieltext
(u.a. Vollständigkeit, formale Gestaltung) und Prüfung der Übersetzung.

Dolmetschen
Mündliches Übertragen einer Aussage aus einer Sprache in
eine andere (vgl. Übersetzen;
s. auch Konsekutivdolmetschen,
Simultandolmetschen).
DTP (Desktop Publishing)
Unter DeskTop Publishing versteht man Layout und Druckvorbereitung
von Dokumenten mit Hilfe des PCs (Computersatz). [nach
oben]
E
elektronisches Wörterbuch
Arbeitswörterbuch im Computer (Festplatte oder CD-ROM). Die Gebrauchs-Funktionalität
variiert je nach Herausgeber des Wörterbuchs.
In Verbindung mit übersetzungsunterstützender Software (vgl. Translation
Memory) ermöglichen diese Wörterbücher die gespeicherten Ausgangstermini
wiederzuerkennen und automatisch eine Übersetzung vorzuschlagen (vgl.
automatische Erkennung).
F
Fachsprache
Akademische
Bezeichnung für den Berufsjargon. Mit der zunehmenden Spezialisierung
der Berufe und der schnellen Entwicklung der angewandten Techniken wird
es immer schwieriger, Fachwörterbücher auf dem aktuellsten Stand zu erhalten.
[nach oben]
fachsprachliche Kompetenz
Vertrautheit mit dem jeweiligen Fachgebiet und Beherrschung der
Fachsprache dieses Fachgebiets.
freie Übersetzung
Übersetzung, bei der nicht so sehr die genaue Formulierung
als die allgemeine Bedeutung in den Mittelpunkt gestellt wird (vgl. wörtliche
Übersetzung).
"Fuzzy
Matching" oder diffuse Suche
Suchtechnik
in der Informatik, mit der nicht nur das genaue Äquivalent des gesuchten
Objekts gefunden werden kann, sondern auch alle Elemente, die eine gewisse
Ähnlichkeit aufweisen. Diese Technik kommt insbesondere in elektronischen
Wörterbüchern zur Anwendung, oder bei der computerunterstützten
Übersetzung, wo sie dem Übersetzer z.B. die Möglichkeit gibt, die
Übersetzung eines Adjektivs zu erhalten, ausgehend vom entsprechenden
Substantiv aus dem Wörterbuch, oder
auch die Übersetzung eines ähnlichen (nicht identischen) Satzes, der sich
bereits im Übersetzungsspeicher (Translation
Memory) befindet. [nach
oben]
G
Globalisierung,
Internationalisierung
Entwickeln bzw.
Umgestalten eines Produkts (z.B. Software) um dessen Lokalisierung
zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Umschließt u.a. das Auslagern von
landes- und regionsspezifischen Daten wie z.B. Bildschirmtexten in externe
Dateien und die Verwendung einer Zeichencodierung (z.B. Unicode),
die Schriftzeichen anderer Sprachen unterstützt.
Glossar
Unentbehrliche Hilfe
für den Übersetzer. Im Gegensatz zum Wörterbuch
ist das Glossar im engeren Sinne des Wortes ein einsprachiges Spezialwörterbuch.
Es enthält stichwortartig geordnete Termini, deren Definitionen und eventuell
zusätzliche Merkmale nach Bedarf des Benutzers, wie z. B. Quelle, Fachbereich
oder Genus und Numerus.
Die Begriffe Glossar, Lexikon oder Wörterbuch werden allerdings selbst
in der Fachsprache von Übersetzern,
Redakteuren und Linguisten häufig verwechselt.
Neben der Nutzung der zahllosen ein- und mehrsprachigen Online-Glossare
aus dem Internet, verwalten die meisten Übersetzer eigene fach-, kunden-
und projektspezifische Glossare.
Aber auch für international tätige Unternehmen kann es vorteilhaft sein,
eigene Fachglossare zu verwalten.
Damit wird nicht nur die Arbeit des Übersetzers erleichtert - durch eine
Minderung des Terminologie-Rechercheaufwands werden auch Projektlaufzeiten
gekürzt und die korrekte und konsequente Verwendung von Fachterminologie
in allen Sprachen sichergestellt. [nach
oben]
H
Hyperlinks
Besonders hervorgehobene
Ausdrücke in Hypertext-Dokumenten, hinter
welchen sich logische Verbindungen verbergen.
Hypertext
Bezeichnung für elektronische
Dokumente, die eine Vielzahl von Informationsbausteinen (Knoten) und Querverweisen
(Hyperlinks) auch auf andere Texte
enthalten, die der Leser in nichtlinearer Reihenfolge lesen kann.
Hintergrundinformationen
Informationen zu dem
Thema des Ausgangstextes bzw. dem besprochenen Thema. Siê erleichtern
bzw. ermöglichen den Übersetzungsprozess, indem sie Kontext, Terminologie,
Definitionen, usw. zum Thema vermitteln. [nach
oben]
I
Icon
Ein Icon ist ein
kleines Bildsymbol, das eine bestimmte Bedeutung transportieren soll.
In Hypertext-Dokumenten verbergen sich
hinter Icons häufig Hyperlinks.
K
Konkordanz
Ein Terminus wird
mit seinem Kontext in Verbindung gebracht. Bei der computerunterstützten
Übersetzung handelt es sich speziell um einen Vorgang, mit dem eine
Liste von Kontexten eines Terminus abgerufen und sehr genau der Sinn und
das Äquivalent in der Zielsprache definiert werden kann. [nach
oben]
Konsekutivdolmetschen
Mündliches Übertragen
einer Aussage aus einer Sprache in eine andere, nachdem der Sprecher fertig
geredet hat oder zur Übersetzung paust; z.B. bei Verhandlungen, Vorlesungen
und formellen Geschäftssitzungen verwendet (vgl. Simultandolmetschen).
Konsistenz
Eigenschaft eines
Textes, in dem derselbe Gegenstand oder Grundbegriff immer mit demselben
Terminus bezeichnet wird (terminologische Konsistenz) oder derselbe Vorgang
oder dieselbe Idee immer auf das Komma genau mit demselben Satz oder derselben
Satzgruppe beschrieben wird (phraseologische Konsistenz).
Die Beachtung der Konsistenz ist besonders in technischen Texten wichtig,
wo sie zur Redaktion, Korrektur, Aktualisierung oder Übersetzung den Einsatz
von automatischen Hilfsmitteln ermöglicht.
Außerdem trägt die Konsistenz zu einer besseren Verständlichkeit der Texte
bei.
kontrollierte
Sprache
Sprache
mit eingeschränktem Wortschatz und eingeschränkten Formulierungsregeln.
Wird beispielsweise in der technischen Dokumentation verwendet, um das
Verständnis von Texten für Anwender oder Nichtmuttersprachler zu erleichtern
und den Einsatz automatischer Übersetzungssysteme zu ermöglichen. [nach
oben]
L
Lokalisierung
Anpassung eines
Produkts (im Zusammenhang mit Übersetzung meist Software) an ein Land
oder eine Region, d.h. an die Sprache, das kulturelle Milieu sowie Normen,
Gesetze und Marktanforderungen (vgl. Software-Lokalisierung).
M
Makro,
Makrobefehl
Zu einer Einheit
zusammengefasste Folge von Befehlen. [nach
oben]
MultiTerm
Terminologie-Management-Programm
der Firma Trados. Bestandteil der Translators
Workbench, aber auch als eigenständiges Produkt erhältlich.
Muttersprache
Sprache, die ein Mensch
als Kind erlernt und seither im primären Sprachgebrauch verwendet hat.
Übersetzer übersetzen i.d.R. nur in ihre Mutter- bzw. Bildungssprache,
nicht in die im späteren Leben erlernten Fremdsprachen.
[nach oben]
muttersprachliche
Kompetenz
Beherrschung einer
Sprache in Wort und Schrift in dem Grad, in dem sie eine sprachlich geschulte
Person beherrscht, die diese Sprache als Kind erworben und seither im
primären Sprachgebrauch verwendet hat.
N
natürliche
Sprachen
Im Gegensatz zu
den Programmiersprachen werden die gesprochenen Sprachen als natürliche
Sprachen bezeichnet. Die automatische Verarbeitung der natürlichen Sprachen
ist einer der schwierigsten Forschungsbereiche der Informatik (vgl. Computerlinguistik).
[nach oben]
O
Online-Wörterbuch
Auf dem Bildschirm
von Internetquellen abrufbares Wörterbuch. [nach
oben]
P
Paralleltext
Text in der Ausgangs-
oder Zielsprache, der dem zu übersetzenden Text hinsichtlich des Fachgebiets
oder der Textsorte vergleichbar ist. Hierzu zählen auch frühere Übersetzungen
derselben Textsorte.
phraseologisches
Wörterbuch
Eine
Datenbank zur Speicherung von Grundbegriffen
oder Handlungen, die innerhalb einer Dokumentationsserie häufiger vorkommen.
Kommt z.B. ein Ausdruck wie "Startknopf drücken" wiederholt in einer Bedienungsanleitung
vor, kann der Redakteur diesen Satz genauso aus seinem phraseologischen
Wörterbuch abrufen.
Außer einer Zeitersparnis kann dieses Hilfsmittel die phraseologische
Konsistenz eines Textes gewährleisten.
[nach oben]
Q
Qualitätslektor
Mitarbeiter einer
Übersetzungsagentur, der die Revision
der übersetzten Texte übernimmt und für die Qualität der Übersetzungen
verantwortlich ist.
R
Revision
Überprüfen eines
Textes auf passenden Stil, korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung,
inhaltliche Vollständigkeit (d.h. bei Übersetzungen Übereinstimmung mit
dem Ausgangstext) und Vornehmen aller notwendigen Änderungen des Textes.
Je nach den Anforderungen, die der Text erfüllen soll, empfiehlt es sich,
einen Text nach der Übersetzung durch eine zweite Person (z.B. einen anderen
Übersetzer oder einen Sachexperten) revidieren zu
lassen. Bei der Auftragserteilung an einen Korrekturleser bzw. Qualitätslektoren
empfiehlt es sich, das erwünschte Ausmaß an Änderungen zu definieren (z.B.
nur Korrektur der Grammatik und Rechtschreibung oder Verbesserung des
Stils). Die Revision bürgt für die Qualität der Übersetzung. Diese Absicherung
ist in einem rein menschlichen Prozess unerlässlich.
[nach oben]
S
Segment
Um einen Übersetzungsspeicher
(Translation Memory) zusammenzustellen,
teilt die übersetzungsunterstützende Software den Ausgangstext in Segmente.
Ein Segment entspricht in der Regel einem Satz, zumindest in fortlaufenden
Texten.
Die Segmentierung verläuft nach komplexen Regeln, die im Prinzip den Interpunktionsregeln
folgen.
Simultandolmetschen
Mündliches Übertragen
einer Aussage aus einer Sprache in eine andere während der Redner spricht.
Dabei sitzt der Dolmetscher i.d.R. in einer Kabine und spricht über eine
Audioanlage. (vgl. Konsekutivdolmetschen).
Software-Lokalisierung
Die Lokalisierung
von Software umschließt nicht nur die Übersetzung sämtlicher technischer
Unterlagen (Gebrauchsanleitung, Online-Hilfe, etc.) und Werbedokumentation,
sondern auch die Anpassung der Bildschirmoberfläche mit Shortcuts, Bildern
und Textstellen sowie der Indexierung, die in der Zielsprache völlig neu
erarbeitet werden muss.
Dies bezieht sich sowohl auf unterschiedliche Datenformate (z.B. Datum),
als auch auf den vermehrten Platzbedarf auf der Bildschirmoberfläche,
wenn die Länge der Texte wesentlich vom Original abweicht. [nach
oben]
staatlich
geprüfter Übersetzer, ähnl. Diplomübersetzer
Jemand, der ein Staatsexamen
bzw. Diplom im Studiengang Übersetzen erfolgreich abgeschlossen hat.
Entsprechende Lehrgänge sind in englischsprachigen Ländern noch nicht
weit verbreitet.
T
technische
Übersetzung
Aufgrund eines
oft umfangreichen Volumens und der Notwendigkeit absoluter Konsistenz,
erfordert die Übersetzung von technischen Texten (Anleitungen zu Inbetriebnahme
und Gebrauch von Geräten, Katalogen, technischen Datenblättern) heutzutage
unbedingt die Anwendung von übersetzungsunterstützender Software bzw.
Terminologieprogrammen.
Trados
Hersteller des Translation
Memory Programms Translators Workbench.
Translation
Memory (TM), Übersetzungsspeicher
Computerunterstütztes
Übersetzungsprogramm. Im Grunde eine Datenbank (die "Memory"), in der
ein Ausgangstext in Form von Übersetzungseinheiten (Translation Units
oder Segmente) mit dem zugehörigen Zieltext
gespeichert sind.
Meistens werden in der TM Übersetzungen zusammen mit dem Originaltext
in Satzpaaren gespeichert.
Bei jedem neu zu übersetzenden Segment sucht das Programm in der Datenbank
nach einem ähnlichen oder identischen, bereits übersetzten Satz.
Wird ein solcher gefunden, so wird er dem Übersetzer als mögliche Übersetzung
angeboten.
Der Übersetzer kann den vorgeschlagenen Satz dann annehmen, ablehnen oder
weiter bearbeiten (vgl. Alignment).
[nach oben]
Translators
Workbench
Translation
Memory Programm der Firma Trados.
Ü
Übersetzungsagentur
Anbieter von Übersetzungs-
und Dolmetscher-Dienstleistungen. Lässt Übersetzungen z.T. durch fest
angestellte Übersetzer anfertigen und bearbeiten, fungiert aber meist
auch als Vermittler zwischen Kunden und freiberuflichen Übersetzern. Bietet
evtl. auch zusätzliche Dienstleistungen an, wie z.B. Satz, Verlag und
Projektleitung.
U
Unicode
Der Unicode bezeichnet
den Standard für die Kodierung von internationalen Schriftzeichen in 16
Bit nach ISO 10646.
Dadurch wird u.a. die Handhabung von asiatischen Sprachen erleichtert.
[nach oben]
Usenet
Das USErs NETwork
besteht aus der Gesamtheit aller Sites, die an News teilnehmen und aus
hierarchisch organisierten Diskussionsforen.
Im Usenet können in vielen verschiedenen Foren veröffentlichte Postings
von allen Teilnehmern weltweit gelesen werden. Man kann die Diskussionsbeiträge
über einen Newsreader oder einen Web Browser lesen und selbst Beiträge
abschicken.
Der Web Browser muss die Usenet Newsgruppen unterstützen. Die Artikel
der Newsgroups enthalten nicht nur Text, sondern auch binäre Dateien,
die allerdings decodiert werden müssen. Newsserver sind im Allgemeinen
nicht zugänglich. Notwendig ist auch die Adresse eines Servers, der die
Newsgruppen und die Artikel zur Verfügung stellt.
V
Verkettung
Vorgang, bei dem
mehrere Dateien so miteinander verbunden werden, dass sie wie eine einzige
bearbeitet werden können. Die Verkettung von Texten benutzt man, um automatische
Vorgänge ausführen zu können, wie die Extraktion von Termini, die Suche
nach Kollokationen oder Prozesse zum Suchen und Ersetzen). [nach
oben]
Vorübersetzung
Übersetzungsprojekte
von gewisser Bedeutung, besonders wenn sie die Benutzung einer übersetzungsunterstützenden
Software einschließen, erfordern Vorbereitungsarbeiten am zu übersetzenden
Text.
Zu diesen Vorbereitungen gehört insbesondere eine Rechtschreibkontrolle
des Ausgangstextes (bei Unregelmäßigkeiten kann das Programm die Ausdrücke
nicht wiedererkennen), die Konvertierung der Dateien in ein Format, welches
die übersetzungsunterstützende Software annimmt, eine statistische und
quantitative Analyse des
Ausgangstextes, die Vorbereitung eines Ad-hoc-Wörterbuchs etc. [nach
oben]
W
Wiederholungshäufigkeit
Prozentzahl des
Anteils von Termini oder Segmenten, die
sich im Text wiederholen. Die Wiederholungshäufigkeit ist ein wichtiger
Begriff bei computerunterstützter
Übersetzung, denn er determiniert von Anfang an den Prozentsatz eines
Textes, der nur einmal übersetzt werden muss. Eine bessere phraseologische
und terminologische Konsistenz steigert
die Wiederholungshäufigkeit und damit die Effizienz des Übersetzungsvorgangs.
[nach oben]
wörtliche
Übersetzung
Übersetzung, die
die Formulierung, Wortwahl und den Satzbau des Ausgangstexts möglichst
originalgetreu wiedergibt.
Liest sich meist unnatürlich und ist deshalb im Normalfall zu vermeiden
(vgl. freie Übersetzung).
Wörterbuch
Im Gegensatz zum Glossar
ist das Wörterbuch gekürzt und bezieht sich auf zwei oder mehr Sprachen.
In seiner einfachsten Form handelt es sich um eine 1:1-Äquivalenztabelle.
Die Komplexität der Sprachen und ihrer Verwendung jedoch erfordert die
Kreation ausführlicherer Datenbanken, die z.B. Abkürzungen oder Synonyme
erfassen.
Z
Zielleserschaft
Der Personenkreis,
für den die Übersetzung bestimmt ist, z.B. Fachleute, Kinder, die allgemeine
Öffentlichkeit.
Bei der Auftragserteilung an einen Übersetzer empfiehlt es sich, immer
die Zielleserschaft anzugeben, da dem Übersetzer damit geholfen wird,
die passende Stil- und Wortwahl zu bestimmen. [nach
oben]
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